Am 13. August 1961 wurde Deutschland durch die damalige SED-Regierung mit Mauer und Stacheldraht getrennt. Der Beginn des „Antifaschistischen Schutzwalls“ – wie die SED-Führung dieses Mauermonstrum Jahre später umpropagandierte – war vollzogen.
Vor zahlreich erschienenen Besuchern gedachte auch der CDU-Kreisverband Nordsachsen am vergangenen Freitag im Evangelischen Gemeindehaus Torgau des 50. Jahrestages dieser dunklen Seite deutscher Geschichte. „Vielen jungen Menschen sind die Hintergründe der Spaltung Deutschlands unbekannt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir an den Mauerbau erinnern und mahnen. Mit dem Chefredakteur des MDR Fernsehens, Prof. Wolfgang Kenntemich, konnten wir einen kompetenten Referenten für diese öffentliche Veranstaltung gewinnen“, so der Kreisvorsitzende Frank Kupfer MdL gegenüber unserer Zeitung.
Nach dem einfühlsamen Impulsreferat durch Prof. Kenntemich – der darin auch interessante Details des damaligen Geschehens aus seiner Sicht schilderte – fand anschließend mit ihm, Landrat Michael Czupalla und Frank Kupfer MdL eine Podiumsdiskussion statt, die vom CDU-Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Albert Pfeilsticker moderiert wurde. Dabei schilderten mehrere Teilnehmer spontan bewegende persönliche Erlebnisse aus dieser Zeit.
„Ich wünschte mir, dass man sich nicht nur zu solchen Jahrestagen daran erinnern würde. Bestürzt bin ich darüber, dass ausgerechnet zum 50. Jahrestag des Mauerbaus einige Genossen und Ignoranten Sympathie für Ulbrichts Bollwerk offenbaren, indem sie sich die Mauer zurückwünschen, sie verklären und normalisieren“, so Kupfer abschließend.